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Gemüse aus dem Eigenanbau, nachbarschaftlicher Austausch bei gemeinsamer Aktivität, entspanntes Gartln zwecks Lebensqualität oder Statement für mehr Grün in der Stadt. Egal aus welchem Grund man es macht – Urban Gardening ist auch in Wien zum Trend geworden. Was früher auf Balkonen, Terrassen und sogar im Kleinformat auf Fensterbänken die Stadt begrünt hat, erobert seit einigen Jahren immer mehr urbane Flächen, auch in Österreich. Die Nachfrage nach kleinen Flecken Erde oder Hochbeeten hat eine Vielzahl an Nachbarschaftsgärten hervorgebracht. Die Nachfrage danach, sein eigenes Gemüse zu ziehen oder seiner „Pflanzenslust“ nachzugehen, ist so groß, dass die immer zahlreicher werdenden Urban Gardening Projekte ihre Flächen teilweise bereits verlosen. Lange Listen mit Wartezeiten bis zu drei Jahren sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Die Sehnsucht danach, das eigene, kleine Stück Natur zu hegen und zu pflegen scheint gerade in unserer modernen Zeit für immer mehr Großstädter immer wichtiger zu werden. Dabei ist der urbane Gartenbau keine neue Erfindung. Lebensmittel werden in Städten angepflanzt seit es diese gibt. Insbesondere im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert wurde in großen Städten der Lebensmittelanbau forciert um ausreichend frische Nahrungsmittel für die Bevölkerung zur Verfügung zu haben. In Paris wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einem Sechstel der gesamten Stadtfläche Obst und Gemüse angebaut. Durch die Entwicklung moderner Transport- und Kühlmethoden ist der landwirtschaftliche Anbau in den Großstädten zu Versorgungszwecken aber mittlerweile kaum noch von Bedeutung. Heute geht es vor allem um Lifestyle und gesundes Leben.

Höhere Lebensqualität durch Urban Gardening

 

Beim Urban Gardening können Naturfreunde ihr Hobby-Gärtnerherz so richtig austoben. Exotische Chilipflanzen können ebenso angebaut werden wie seltene, beinahe schon in Vergessenheit geratene Gemüsesorten wie Schlangenbohne, violette Artischocken oder Winterheckenzwiebel. Gerade für Bewohner von mehrgeschoßigen Wohnbauten bieten Gemeinschaftsgärten die Möglichkeit ihr eigenes, biologisches Obst und Gemüse anzubauen. Die Wiederentdeckung der Verbundenheit mit der Natur spielt für viele dabei eine große Rolle. Wichtig ist dabei auch, dass jeder mitmachen kann, beim Anbauen, Säen und Ernten. Der Gemeinschaftscharakter, das gemeinsame Arbeiten, der Austausch mit den Nachbarn ist in vielen Urban Gardening Projekten ein zentraler Punkt. Denn, gemeinschaftlich genutzte Gärten schaffen neue Orte der Begegnung. Auch ökologisch ist Urban Gardening nich zu unterschätzen. Gärten bereichern Wohnhausanlagen mit guter Luft, beeinflussen das Klima positiv und fangen Regenwasser auf. Pflanzlich gesehen sind Nachbarschaftsgärten vielfältige Alleskönner, die gesunde Nahrungsmittel, nachbarschaftliches Miteinander und schöne Plätze zum Verweilen hervorbringen können. 

Grüne Oase in der Jägerstraße

 

Um diese vielen Vorteile den zukünftigen Bewohnern zu Gute kommen zu lassen, haben sich die Wiener Komfortwohnungen dazu entschlossen, bei ihrem Wohnbauprojekt in der Jägerstraße 58 einen Bereich für Urban Gardening zu schaffen, der den Bewohnern zur Verfügung stehen wird. Neben allgemeinen Freiflächen und einem Kinderspielplatz wird es für das gemeinsame „Gartln“ ausreichend Platz geben. Wasseranschlüsse und Hochbeete werden dabei zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, Komfort nicht nur in den Wohnräumen, sondern auch auf den Gemeinschaftsflächen anzubieten und so eine grüne Oase mitten in der Stadt zu schaffen.