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WELCOME TO THE CREW CLASSICS

Diesen Sonntag war es endlich soweit. Die erste große Regatta der Saison. Die San Diego Crew Classics. Wir hatten uns auch dementsprechend vorbereitet. Naja, mehr oder weniger. Die Besetzungen der ersten beiden 8er stand erst 3 Tage vor Abflug fest. Bis 2 Wochen davor wurde jeden Tag geseatraced. Standardprozedere war, 3 mal 5-6 min auf Rennfrequenz im 4+. Die Woche davor fuhren wir die Seatraces in 8tern aus und die Programme wurden dementsprechend härter. Zum Glück ging bei mir alles gut und ich konnte mir einen Platz im 1. Boot sichern (vorläufig). Die verbleibenden Tage bis zum Abflug verbrachten wir damit, den Start und den Streckenschlag zu üben.

 

Der Flug nach San Diego ging am Freitag in der Früh. Nach einem einstündigen Flug und einem kurzen Mittagessen ging es an die Regattastecke an der Mission-Bay. Das Wetter war ein Traum. Hohe 20 Grad, blauer Himmel und kaum Wind. Das einzig störende waren die Wellen der Jetskis und Speed-boote, aber die meisten Mannschaften schienen ganz gut damit klar gekommen zu sein. Der Verlauf unseres Trainings, ließ Coach Teti und uns mit Zuversicht in die Vorläufe gehen.

 

Samstagmorgen stand dann unser Vorlauf an. Da das gesamt Feld der Gruppe der 1. 8ter nur aus 6 Booten bestand, fuhren wir unseren Vorlauf nur gegen 2 weitere Mannschaften, jeweils aus Michigan und Santa Babara. Der Rennplan war klar. Die ersten 1000 Meter das Boot etwas Testen und voll rausfahren. Danach wenn nötig weitermachen, wenn nicht, die Schlagzahl auf 32 reduzieren und solide fertig fahren. Der Vorlauf verlief auch ganz genau nach Plan. Natan und Martin gaben dem Rest des Bootes einen sehr aggressiven aber auch geschobenen Schlag vor, wodurch wir uns recht früh in Führung schieben konnten, die wir bis ins Ziel noch ausgebaut haben. Mit einer Vorlaufzeit von 5:42 hatten wir die schnellste Zeit beider Vorläufe (den anderen Gewann Yale mit einer Länge vor Stanford) und auch eine neue Kurs-Bestzeit.

 

Unser Finale am Sonntag fand, wie schon die Einheiten zuvor, unter perfekten Bedingungen statt. Kein Wind, keine Wellen, 27 Grad und Sonnenschein. Dennoch, das Rennen gegen Yale versprach spannend zu werden. Schließlich waren sie die Zweitplatzierten der letztjährigen US-Meisterschafen und Sieger der Crew Classics letztes Jahr. Doch wie schon im Vorlauf hatte unser Schlagpaar alles unter Kontrolle, so dass wir uns nur in ihren Rhythmus einfügen und das Boot gegen Ziel treiben mussten. Der Start war gelungen und wir lagen Kopf an Kopf mit Yale. Eine kleine Attacke unsererseits und wir hatten die Führung, die wir bis auf etwas über eine Bootslänge ausbauen konnten. Bei der 1000m-Markte schob sich Yale dann wieder an uns heran, aber die Attacke konnte, wenn auch mit signifikantem Aufwand, abgewehrt werden. Inzwischen hatten wir auch schon die 1500m-Marke überschritten und die Schlagzahlen waren in beiden Booten auf 40 angestiegen. Der Abstand beider Boote blieb in etwa gleich, und wir überquerten die Ziellinie in 5:35 min, 3 Sekunden vor Yale.

 

Man konnte die Erleichterung im Boot nahezu fühlen und die Freude im Team über den gelungenen Saisonauftakt war groß. Ferdi hatte in seinem Boot leichtes Spiel mit der Konkurrenz, genauso ging es den Freshmen, und dem 3rd Varsity. Die letzten Beiden lieferten sich abschließend noch ein packendes Duell in der offenen Klasse, das von den Freshmen um 0,4 Sekunden gewonnen wurde.

 

Zurück in Berkeley sind die Boote wieder durchgemischt, und das Seat-Racing beginnt von neuem.